Wie sieht dein idealer Arbeitstag bei der Aachener aus? Mein idealer Arbeitstag kombiniert für mich Homeoffice und Büro so, dass Arbeit, Sport und Familie zusammenpassen. Ich nutze meine zwei Homeoffice Tage bewusst: Ich gehe zum Beispiel zweimal die Woche um 11 Uhr mit einer Freundin laufen und schiebe dafür meine Homeoffice Tage, wenn sich bei ihr Arbeitszeiten ändern. Wir haben im Team feste Bürotage, an denen wir alle im Büro sind, um uns zu sehen, Themen vor Ort zu klären und uns auszutauschen. Ich komme eher später und bleibe länger, weil ich die Ruhe am späten Nach- mittag und Abend genieße – wenn es im Büro leiser wird, werde ich richtig produktiv. Wenn es sehr trubelig ist, setze ich Noise Cancelling Kopfhörer auf und höre klassische Musik, damit ich nicht abgelenkt werde. Wenn du an den Begriff „New Work“ denkst: Was verbindest du spontan damit? Mit New Work verbinde ich vor allem selbstbestimmtes Arbeiten. Mir ist wichtig, dass ich meine Arbeit so organisieren kann, dass sie zu meinen Projekten, aber auch zu meinem Privatleben passt. In der Zeit vor dem neuen Arbeitszeit- modell waren starre Pausenregelungen, zum Beispiel feste Mittagspausen, für mich eine Belastung, weil ich Projekttermine mit externen Beratern nicht ein- fach nach der Uhr unterbrechen kann. New Work bedeutet für mich, dass ich flexibler mit Zeiten umgehen kann, vernetzt arbeiten kann und Tools habe, die dieses selbstorganisierte Arbeiten unterstützen. Brauchst du eher Strukturen oder eher Flexibilität? Und wie hat sich dein Arbeitsalltag durch das neue Arbeitszeitmodell verändert? Ich brauche Strukturen, aber ich baue sie mir am liebsten selbst. Ich habe Routinen und feste Termine, aber wenn sich äußere Bedingungen ändern – etwa Projektspitzen, Kinder, Sport –, dann stelle ich meine Routinen um. Früher, ohne das flexible Arbeitszeitmodell, waren feste Zeiten für mich teil- weise anstrengend, besonders bei vielen Terminen. Jetzt kann ich entspannter sagen: Der Termin geht bis soundso viel Uhr, dafür lege ich meine Arbeitszeit anders – das ist für mich ein klarer Gewinn. Was ist für dich das wichtigste Arbeitsutensil? Für mich sind mein Laptop, meine Bildschirme und digitale Tools wie OneNote zentral, weil ich damit meine Arbeit organisiere und meine Informationen immer parat habe. Ich brauche eine technische Umgebung, in der ich schnell zwischen Themen wechseln, mich strukturieren und meine To-dos nachhalten kann. Wie wichtig ist dir ein fester Arbeitsplatz? Für mich ist weniger der „feste Platz“ entscheidend als ein sinnvoll gestalteter Raum für meine Arbeitsweise. Ich hatte das Glück, auf einer renovierten Etage mitreden zu können, und habe mir ein Projektbüro geschaffen: Wir sitzen zu fünft zusammen, haben einen großen Bildschirm für Videokonferenzen, einen Nebenraum zum Zurückziehen und einen Besprechungstisch. Unser Büro nutzen wir flexibel, auch als Workshop Raum, in den wir bis zu zehn Leute bekommen, und genau diese Kombi aus Nähe, Vernetzung und Rückzugsoption ist mir wichtig. In welchen Momenten merkst du besonders deutlich, dass es mehr Flexibi- lität gibt? Und ist das für dich und dein Team entlastend oder mehr Druck? Ich merke Flexibilität vor allem daran, dass ich Homeoffice, Bürotage, Lauf- runden und Familie miteinander kombinieren kann. Wir haben im Team zwei Arbeiten 10