E. Prognosebericht

Die energetische Modernisierung und Sanierung sowie die damit einhergehende Dekarbonisierung des Immobilienbestands wird auch in den kommenden Jahren Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bilden. 

Die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen der Klima-Road-Map ist darauf ausgerichtet, den CO2-Ausstoß des Portfolios kontinuierlich zu reduzieren und die langfristige Zielsetzung einer Klimaneutralität bis 2045 zu unterstützen. Darüber hinaus könnten diese Maßnahmen einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Werthaltigkeit des Immobilienportfolios leisten. Die Nachverdichtung auf eigenen Grundstücken durch Neubau von Gebäuden sowie der Ersatzneubau bieten zudem die Möglichkeit, das Wohnungsangebot insbesondere in Ballungsgebieten zu erweitern und einen Beitrag zur Entlastung der Wohnraumsituation in städtischen Lagen zu leisten.

Im abgelaufenen Jahr wurde in Köln-Mülheim die Nachverdichtungsmaßnahme in der Ferdinandstraße abgeschlossen. Hier wurden in der Zeit von Mitte 2023 bis Ende 2025 37 freifinanzierte Wohnungen sowie Stellplätze im KfW 55 EE Standard errichtet.

Bei den Maßnahmen für das laufende sowie kommende Geschäftsjahr handelt es sich insbesondere um folgende Vorhaben: 

  • In Köln-Bickendorf, Wolffsohnstraße 2, führt die Gesellschaft seit Ende 2023 eine energetische Modernisierung von 15 Wohnungen durch. Die Maßnahme wurde Anfang 2026 fertiggestellt.
  • Am Standort Bonn, Drususstraße/Römerstraße, plant die Gesellschaft ein Bestandsgebäude mit 35 Wohneinheiten energetisch zu modernisieren. Die Durchführung der Maßnahme soll in den Jahren 2026 bis 2028 erfolgen.
  • Auf unbebauten Bestandsflächen in Köln-Höhenhaus, von-Ketteler-Straße, plant die Gesellschaft eine zum Teil mit öffentlichen Mitteln geförderte Neubaumaßnahme. Es sollen 4 Häuser mit insgesamt 45 Wohneinheiten, davon 13 im preisgebundenen Segment, entstehen. Der Bauantrag wurde im II. Quartal 2024 gestellt, eine entsprechende Baugenehmigung wird im 1. Halbjahr 2026 erwartet, so dass Anfang 2027 mit der Baudurchführung begonnen werden kann. Es wird mit einer Bauzeit von knapp zwei Jahren gerechnet.
  • In Planung befindet sich eine umfangreiche Baumaßnahme in Köln-Holweide. Die Siedlung, welche insgesamt 17 Blöcke mit 480 Wohnungen umfasst, soll in den kommenden Jahren abschnittsweise modernisiert werden. Der Baubeginn des ersten Abschnitts mit 4 Blöcken, 72 Wohnungen umfassend, soll noch in diesem Jahr erfolgen. Für die Gesamtmaßnahme ist ein Umsetzungszeitraum von fünf Jahren vorgesehen.

Eine nachhaltige Bauweise (Stichworte DGNB-Zertifizierung, ESG-Kriterien und EU-Taxonomie) wird den Neubau zukünftig in noch höherem Maße bestimmen.

Die im Risiko- und Chancenbericht dargestellten Risiken aus geopolitischen Spannungen sind derzeit hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die finanziellen Leistungsindikatoren nicht hinreichend quantifizierbar und konnten daher in der Planung für das Geschäftsjahr 2026 nicht berücksichtigt werden.
 

Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem Jahresüberschuss von 5,6 Mio. EUR geplant, der sich im Vergleich mit dem Jahresüberschuss in 2025 (7,1 Mio. EUR) folgendermaßen entwickelt.

Die Planung für 2026 resultiert aus Umsatzerlösen aus Bewirtschaftungstätigkeit in Höhe von 40,4 Mio. EUR (Vorjahr: 38,8 Mio. EUR), anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 81 TEUR (Vorjahr: 182 TEUR), von sonstigen betrieblichen Erträgen von 79 TEUR (Vorjahr: 223 TEUR) sowie Erträgen aus Beteiligungen, Wertpapieren und Zinsen in Höhe von 600 TEUR (Vorjahr: 667 TEUR). Dem gegenüber stehen 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 19,8 Mio. EUR) Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen und sonstige Steuern, 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) Personalaufwand und Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) sowie 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) für Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Erwartet werden Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).

Im Bereich der Leistungsindikatoren verzeichnen die Sollmieten einen Zuwachs von 2,5 % auf 27,6 Mio. EUR (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR), Erlösschmälerungen sinken um 1,6 % auf 500 TEUR (Vorjahr: 508 EUR). Die Mietminderungen steigen um 136,0 % auf 91 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR). Die Planung der Instandhaltungskosten fällt gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 mit 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) um 4,1 % höher aus.
 

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